Ausstiegsrate (Exit Rate): Definition
Kurz erklärt: Die Ausstiegsrate (Exit Rate) zeigt, wie oft eine bestimmte Seite die letzte Seite einer Sitzung war – bezogen auf alle Aufrufe dieser Seite. Kurz: Exits ÷ Pageviews (bzw. „Ausstiege ÷ Seitenaufrufe“) als Prozentwert.
Was sagt die Ausstiegsrate aus?
Die Ausstiegsrate hilft Ihnen zu erkennen, wo Nutzer ihre Session beenden. Das ist nicht automatisch negativ: Bei „Danke“-Seiten, Kontakt oder Öffnungszeiten ist eine höhere Exit Rate oft völlig normal.
So wird die Ausstiegsrate berechnet
- Formel: Ausstiege einer Seite ÷ Seitenaufrufe dieser Seite × 100
- Interpretation: Je höher der Wert, desto häufiger endet die Sitzung auf dieser Seite.
Ausstiegsrate in GA4: wichtiger Hinweis
In GA4 finden Sie typischerweise die Kennzahl „Ausstiege / Exits“ (also wie oft eine Seite die letzte Station war). Eine klassische „Exit Rate“ wird je nach Reporting-Ansicht nicht immer direkt als Standardwert angezeigt – sie lässt sich aber aus „Exits“ und „Views/Pageviews“ ableiten.
Unterschied: Ausstiegsrate vs. Absprungrate
Absprungrate (Bounce Rate) beschreibt Sitzungen, die ohne messbares Engagement enden (GA4: Gegenstück zur Engagement Rate). Die Ausstiegsrate ist dagegen: „Wie oft war diese Seite die letzte?“ – unabhängig davon, wie viele Seiten vorher besucht wurden.
Wann ist eine hohe Ausstiegsrate kritisch?
- Checkout / Warenkorb: Nutzer brechen kurz vor dem Ziel ab (Hinweis auf Reibung, Kosten, Vertrauen, Mobile-Probleme).
- Produkt- oder Kategorieseiten: Nutzer finden nicht, was sie erwarten (Sortiment, Infos, Orientierung, Filter).
- Landingpages: Angebot/Message passt nicht zum Einstiegskanal (SEO/Ads).
Praxis-Tipps
- Bewerten Sie Exit Rates nach Seite + Gerät + Kanal (Mobile/SEO/Ads unterscheiden sich stark).
- Prüfen Sie auf „kritischen“ Seiten: Ladezeit, Vertrauenssignale, nächster Schritt (CTA/Weiterführung).
- Wenn Exit „erwartbar“ ist: definieren Sie bewusst gute Ausstiegsseiten (z. B. Danke-Seite nach Kauf).